Modulgruppe Weiterbehandlungsmanagement


Überweisungsmanagement (UW)

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Selektivverträge - Leitlinien, Regelungen und Überweisungen

Viele Selektivverträge sehen vor, dass Patienten unter bestimmten Bedingungen zu  einem Facharzt überwiesen werden. Die Leitlinien und Behandlungsleitfäden der entsprechenden Versorgungsverträge regeln häufig genau, wann es ratsam erscheint einen Patient zu überweisen und welche Facharztgruppe zur Weiterbehandlung infrage
kommt.

Außerdem kann in den Versorgungsverträgen beispielsweise vereinbart werden, bei  bestimmten Indikationen einen ambulant operierenden Facharzt hinzuzuziehen.  Dadurch wird es möglich, eine Krankenhauseinweisung zu vermeiden.

Den Überblick behalten

Ärzte haben bei Überweisungsprozessen viele Fragen zu berücksichtigen. Notwendige Informationen wie zum Beispiel über qualifizierte und regional verfügbare Fachärzte liegen für überweisende Ärzte derzeit aber nicht digital vor. Die S3C-UW-Schnittstelle unterstützt den Entscheidungsprozess von der Indikationsstellung über die Auswahl  eines geeigneten Facharztes bis zum Ausfüllen des Überweisungsformulars.

Umfassende Informationen und Service für Ärzte und Patienten

Dabei können auf Basis von Diagnosen geeignete Leistungserbringer vorgeschlagen werden, auch unter besonderer Berücksichtigung der Nachbarschaft der Patienten. Die S3C-UW-Schnittstelle weist auch auf notwendige Voruntersuchungen hin und auf alle relevanten Dokumente, die Patienten für eine ambulante Behandlung bei einem anderen Facharzt mitzugeben sind.

Ein weiteres Angebot der S3C-UW-Schnittstelle: Sie schlägt alternative und  ergänzende Behandlungen vor und stellt Patienteninformationen zur festgestellten  Indikation bereit. Zusätzlich wird das gesamte Überweisungsformular einer  Plausibilitätsprüfung unterzogen. Damit wird sichergestellt, dass es vollständig und korrekt ausgefüllt wurde.

Anwendung

Ein Arzt diagnostiziert bei seinem Patienten, der unter einem ‚Diabetes Mellitus’ leidet, ein diabetisches Fußsyndrom. Diese Indikation erfordert laut der vereinbarten Leitlinie zum Selektivvertrag die Einbeziehung einer Fußambulanz sowie eines Angiologen, d.h. eines Gefäßspezialisten.

Die S3C-UW-Schnittstelle weist den Arzt darauf hin, dass eine Überweisung zu einer diabetischen Fußambulanz angezeigt ist. Sie schlägt ihm direkt in seinem Arztinformationssystem eine dafür infrage kommende Einrichtung in der Nähe des Wohnortes des Patienten vor. Dabei werden bevorzugt die Ambulanzen mit einbezogen, die ebenfalls an diesem Selektivvertrag teilnehmen und die definierten
Qualitätsrichtlinien erfüllen.

Darüber hinaus weist die S3C-UW-Schnittstelle den Arzt auf wichtige  Voruntersuchungen hin, die im Vorfeld der Überweisung stattgefunden haben sollten. In diesem Fall wird eine Differenzialdiagnostik vorgeschlagen, um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit auszuschließen. Hierfür ist eine Dopplersonographische  Untersuchung der Beinarterien notwendig.

Für die Überweisung an Fachärzte oder Ambulanzen werden noch die notwendigen Dokumente im System angezeigt, wie die Werte der letzten Blutuntersuchung oder das Ergebnis der Dopplersonographischen Untersuchung.

 
 

Download

  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.