Modulgruppe Qualitätsmanagement


Prozessmanagement (PROC)

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Viele Kommunikationspartner - ungleiche IT-Systeme

Im Gesundheitssystem kommunizieren viele verschiedene Parteien miteinander. Im  Rahmen einer Behandlung ist es z.B. notwendig zahlreiche Informationen und Daten untereinander auszutauschen, meistens auf elektronischem Weg. Die  unterschiedlichen IT-Systeme im Gesundheitswesen behindern eine reibungslose Kommunikation. Selten gibt es Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen  Systemen, die ‚Übersetzungsarbeit’ leisten würden - oder es gibt Schnittstellen, die erst zeitintensiv implementiert werden müssten.

Schnittstellen für funktionierende Kommunikation

Die gevko bietet eine Lösung für die schnelle und gelungene Kommunikation zwischen allen Beteiligten an, die unterschiedliche Systeme nutzen: Dafür kommen zwei Schnittstellen zum Einsatz, die S3C-Kommunikation-Schnittstelle (S3C-KOM) und die S3C-Prozess-Schnittstelle (S3C-PROC), die für die Bereiche ‚Kommunikation’ und ‚Prozessmanagement’ konzipiert wurden. Damit können komplexe  Kommunikationsszenarien zwischen unterschiedlichsten Beteiligten gestaltet werden.

Vorteile für das Prozessmanagement

Gerade im Bereich ‚Prozessmanagement’ sind komplexe Aufgaben zu erledigen: Die S3C-PROC-Schnittstelle kommt zum Einsatz, wenn in der Kommunikation mehrere Prozess-Schritte miteinander verkettet werden müssen. Mit der Schnittstelle ist es dann möglich, beliebig viele IT-Systeme in den Prozessablauf eines  Arztinformationssystems (AIS) zu integrieren. Das können z.B. Expertensysteme und Terminsysteme eines Facharztes sein oder der sektorenübergreifende Datenaustausch zwischen einem Krankenhausinformationssystem und einem AIS. Dadurch werden Abläufe rasant beschleunigt. Doppeldokumentationen in unterschiedlichen Systemen, die ansonsten nicht in der Lage wären, miteinander zu kommunizieren, werden reduziert. Darüber hinaus ist die Schnittstelle offen für viele zukünftige Entwicklungen in der gesamten Anwendungslandschaft des Gesundheitswesens.

Anwendung

Ein Arzt nutzt über die S3C-KOM-Schnittstelle die Möglichkeit, aus seinem eigenen AIS heraus, ein Expertenteam auf einer Internetplattform zu befragen. Die Antwort des Teams erhält er ohne Umwege und ohne Verzögerung in seinem AIS.

Die Experten empfehlen wegen der unklaren Diagnosestellung des Patienten und wegen des übersandten Befundes die Überweisung an einen Facharzt. Auch an dieser Stelle wird der Prozess mit der S3C-PROC-Schnittstelle für den Arzt nahtlos weitergeführt: Aus dem AIS wird automatisch eine Suchanfrage nach einem geeigneten Facharzt an ein entsprechendes Portal gestellt. Als Antwort erhält der Arzt Vorschläge zu verschiedenen Fachärzten in seinem AIS. Er wählt einen Facharzt in der Nähe des Wohnortes des Patienten aus.

Im dritten Prozess-Schritt unterstützt die Schnittstelle ihn jetzt bei der Terminanfrage über das Terminvergabesystem des Facharztes. Darüber kann der Arzt einen Termin für den Patienten direkt beim Facharzt vereinbaren.

 
 

Download

  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.