Modulgruppe Weiterbehandlungsmanagement


Krankenbeförderung (KB)

Bild zu Krankenbeförderung

Wirtschaftliche Verordnung notwendiger Krankentransporte

Einige Patienten sind auf Krankentransporte angewiesen. Diese Transporte können ein unentbehrliches Beförderungsmittel sein, um zum Behandlungsort zu gelangen - sie verursachen aber auch Kosten. Für die Erstattung müssen Krankentransporte vom behandelnden Arzt verordnet und im Anschluss von den Krankenkassen genehmigt werden.

Im Verlauf der Verordnung gilt es, spezifische Regelungen der Krankenkassen zu  berücksichtigen, sowie die Krankentransportrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses. Deshalb sind korrekt ausgefüllte Formulare für die Versicherten wichtig, damit Genehmigungen durch Kostenträger nicht verweigert werden. Auf der anderen Seite ist für die gesetzlichen Krankenkassen eine wirtschaftliche Verordnung im Rahmen der Krankenbeförderung von Bedeutung. Der Hintergrund: Im Jahr 2014  haben knapp 40 Mio. Krankentransporte zu Aufwendungen in Höhe von rund 4,5 Mrd.  Euro geführt. (Quelle: amtliche Statistik KJ1 und KG2)

Dank der S3C-KB-Schnittstelle: Auswahl mit Augenmaß

Für diese Problematik hat die gevko eine Schnittstelle entwickelt. Die S3C-KB-Schnittstelle unterstützt den Arzt beim Ausfüllen des Verordnungsformulars und sorgt mit Ausfüllhilfen und Hinweisen für eine qualitativ hochwertige und richtige Verordnung.
Das funktioniert folgendermaßen: Notwendige Vorbedingungen werden abgefragt und auch Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Feldern des Formulars geprüft. Fehler werden vermieden.

Zusätzlich ist es möglich, individuelle Leistungsverzeichnisse aller in Frage kommenden Fahrdienstleister zu erstellen und zu hinterlegen. Es können auch solche Dienstleister dazu gehören, die eine Vergütungsvereinbarung mit einer Krankenkasse geschlossen haben. So kann über die S3C-KB-Schnittstelle eine kostenbewusste Auswahl erfolgen, die die Nähe zum Wohnort der Patienten berücksichtigt. Auf diese Weise gehören nicht genehmigte Verordnungen aufgrund von Ausstellungsmängeln der Vergangenheit an und alle wirtschaftlichen Potenziale werden ausgeschöpft.

Anwendung

Ein Arzt verordnet für seinen Patienten, der an einer Niereninsuffizienz leidet, den  Krankentransport zur Dialysestation. Da die Krankenkasse des Patienten  Vergütungsverträge mit Fahrdienstleistern geschlossen hat, wird dem Arzt mit Hilfe der
S3C-KB-Schnittstelle ein entsprechendes Unternehmen vorgeschlagen.

Für die Verordnung des Krankentransports des Dialysepatienten werden weitere Angaben notwendig. Sie werden im Verlauf der Verordnung auf ihre Plausibilität hin geprüft. Durch dieses Vorgehen erhält die Krankenkasse eine Verordnung, die nach  ihren speziellen Vorgaben fehlerfrei ausgestellt wurde.

Die positiven Folgen: Der Prüfaufwand seitens der Krankenkasse wird erheblich  reduziert; der Patient bekommt für seine Situation den bestmöglichen Krankentransport und kann sich sicher sein, dass die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

 
 

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  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.