Modulgruppe Contentmanagement


Klinische Krebsregister (KKR)

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Meldungen an klinische Krebsregister ab 2018 verpflichtend

Im Zusammenhang mit der Behandlung von Krebserkrankungen soll die Qualität der Therapie valide ermittelt und abgebildet werden. Zu diesem Zweck werden in Deutschland bis Ende 2017 flächendeckend klinische Krebsregister aufgebaut. Um
aus onkologischen Qualitätsdaten dann aussagekräftige Meldungen machen zu können, werden insbesondere Informationen über Diagnosen, Behandlungen und über den Verlauf onkologischer Erkrankungen benötigt.

Ärzte sind in Zukunft verpflichtet, jeden onkologischen Fall vollständig elektronisch zu erfassen und zu melden. Nur so kann die Ergebnisqualität medizinischer Leistungen (Therapien) valide ermittelt und dargestellt werden. Um die vollständige Darstellung eines Falles zu erreichen, ist es notwendig, alle Behandlungsdaten aus dem ambulanten Bereich zu ermitteln. Für die elektronische Meldung wurde das Datenformat mit dem ADT-GEKID-Basisdatensatz bereits verbindlich festgelegt.

Einfache Berücksichtigung bundeseinheitlicher und länderspezifischer Regularien

Die S3C-KKR-Schnittstelle bildet über den ADT-GEKID-Basisdatensatz hinaus auch die jeweils landes-, krankheits- und verlaufsspezifischen Regeln, Plausibilitäten und Abhängigkeiten für die klinischen Krebsregistermeldungen ab. Die gevko bietet damit
ein umfassendes Regelwerk, das die unterschiedlichen Anforderungen der klinischen Krebsregister abhängig vom Bundesland abbildet und diese der Softwareindustrie zur Verfügung stellt. Diese muss lediglich einmalig die verwendeten S3C-Module implementieren, kann im Anschluss das jeweilige Regelwerk zur klinischen Krebsregistermeldung nutzen und Ärzten zur Verfügung stellen.

Anwendung

Die S3C-Schnittstelle unterstützt mit der hinterlegten Logik den Arzt aktiv bei der Meldung zum klinischen Krebsregister, beispielsweise nachdem er eine melderelevante onkologische Diagnose in seinem System eingegeben hat. Er erhält umgehend den Hinweis, dass er für diesen Patienten eine elektronische Diagnosemeldung an das zuständige klinische Krebsregister schicken muss. Direkt in seinem Arztinformationssystem hat er die Möglichkeit, über eine Eingabemaske die Daten
einzugeben, die für diesen Meldungstyp relevant sind. Alle Einträge, die für den Fall notwendig sind und schon ins System eingetragen wurden, werden dabei automatisch in die Meldung übernommen. Darüber hinaus werden alle irrelevanten Felder
des ADT-GEKID-Basisdatensatzes ausgeblendet, so dass sich die Zahl der auszufüllenden Felder erheblich reduziert.

Arbeitserleichterungen und Zeitersparnis

Soweit Wertebereiche für bestimmte Felder existieren, werden diese dem Arzt per Drop-Down zur Verfügung gestellt. Es erfolgt eine sofortige Validierung der Einträge, wodurch unnötige Rückfragen durch das Krebsregister verhindert werden. Die Daten werden dann automatisch an das für den Arzt zuständige klinische Krebsregister übertragen. Durch die Verwendung der S3C-Schnittstelle verringert sich der Dokumentationsaufwand, denn separate Systeme für die Dokumentation oder für
Meldeportale müssen nicht mehr extra aufgerufen werden.

 
 

Download

  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.