Modulgruppe Nichtmedikamentöses Verordnungsmanagement


Hilfsmittelmanagement (HFM)

Bild zu Hilfsmittel

20.000 Produkte im Hilfsmittelverzeichnis

Im Verlauf einer Behandlung wird es manchmal notwendig, Patienten Hilfsmittel zu verordnen. Das können beispielsweise Prothesen, Hörgeräte oder Rollstühle sein. Bei der Verordnung entstehen Kosten, die von den Krankenkassen übernommen werden - wenn das Produkt im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes aufgeführt ist. Dieses Verzeichnis umfasst 32 unterschiedliche Produktgruppen und weit mehr als 20.000 Einzelprodukte.

Schneller Zugriff auf das Verzeichnis dank einer gevko-Schnittstelle

Die S3C-HFM-Schnittstelle ermöglicht es dem Arzt korrekte Verordnungen von Hilfsmitteln effzient in seinem Arztinformationssystem auszustellen. Rückfragen nichtärztlicher Leistungserbringer und seitens der Krankenkassen werden dadurch deutlich reduziert. Korrekturen an bereits erstellten Verordnungen werden vermieden. Im Ergebnis sinkt der Arbeitsaufwand aller Beteiligten beträchtlich.

Hilfe bei Produkten, Vertragspartnern oder Regularien

Die S3C-HFM-Schnittstelle unterstützt Ärzte bei der Auswahl passender Hilfsmittel in Abhängigkeit zur dokumentierten Diagnose. Dafür können auch genaue Produktbezeichnungen und mögliche Verordnungsmengen des Hilfsmittels  vorgeschlagen werden. Krankenkassen haben die Möglichkeit Maximalpreise für Hilfsmittel zu definieren, die Ärzten als Entscheidungshilfe dienen, wenn sie verschiedene Produkte oder Produktgruppen wählen. Auch bei der Frage nach Maximalpreisen unterstützt die Schnittstelle mit entsprechenden Informationen.

Hat eine Krankenkasse individuelle Vereinbarungen mit Vertragspartnern wie Lieferanten oder Apotheken getroffen, kann der Arzt dies direkt bei der Verordnung berücksichtigen und seinem Patienten mitteilen. Der Versicherte muss nicht mehr bei der Krankenkasse nachfragen, bei welchem Vertragshändler er seine Verordnung einlösen darf. Außerdem wird das gesamte Verordnungsformular auf die Einhaltung der Hilfsmittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses geprüft, so dass unvollständige Formulare oder Falschverordnungen der Vergangenheit angehören.

Anwendung

Der Arzt verordnet einem Patienten ein Blutdruckmessgerät, weil er an einer Hypertonie erkrankt ist. Da der Patient außerdem an einer koronaren Herzerkrankung leidet, die eine mehrfache tägliche Messung erfordert, werden dem Arzt mit der
S3C-HFM-Schnittstelle die passenden und erlaubten vollautomatischen Blutdruckmessgeräte zur Oberarmmessung angezeigt. Bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes kann der Arzt auch den maximalen Preis berücksichtigen, der von der Krankenkasse des Patienten festgelegt wurde. Hat der Arzt sich für ein Produkt  entschieden, überträgt er in seinem Arztinformationssystem die entsprechende Hilfsmittelnummer auf die Verordnung. Abschließend teilt er seinem Patienten noch mit, wo er das Blutdruckmessgerät bestellen darf, da seine Krankenkasse für dieses Produkt einen Lieferantenvertrag geschlossen hat.

 
 

Download

  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.