Modulgruppe Nichtmedikamentöses Verordnungsmanagement


Häusliche Krankenpflege (HKP)

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Verordnung von Hauskrankenpflege - wie Formulare korrekt ausfüllen?

Häusliche Krankenpflege wird jährlich mehr als 3 Mio. Mal verordnet. Sie dient der Vermeidung oder Verkürzung stationärer Krankenhausbehandlung und sichert ärztliche Behandlung auch im Heim des Patienten. Jede Verordnung häuslicher Krankenpflege muss einzeln genehmigt werden. Nur dann ist eine Kostenübernahme möglich. Falsch ausgefüllte Formulare müssen deshalb vermieden und gesetzliche bzw.  versorgungsvertragliche Regelungen beachtet werden. Dann können Genehmigungen schneller erteilt werden, da kaum noch Rückfragen und Korrekturläufe notwendig sind. Im Sinne einer Entbürokratisierung wirkt sich das auch direkt positiv auf Arztpraxen und Krankenkassen aus.

Verordnungen zwischen Gesetzen und Regelungen

Derzeit unterstützen Arztinformationssysteme nicht die Erstellung einer Verordnung zur häuslichen Krankenpflege. Da das Verordnungsformular meist nur schematisch  bedruckt werden kann, findet eine Prüfung auf Einhaltung gesetzlicher Richtlinien oft nicht statt. Auch die individuellen Leistungsverzeichnisse der Krankenkassen werden
bei einer Verordnung nicht berücksichtigt.

Eine Schnittstelle sorgt für plausibel ausgefüllte Formulare

Die S3C-HKP-Schnittstelle unterstützt den Arzt bei der strukturierten Verordnung häuslicher Krankenpflege im Arztinformationssystem. Verschiedene Leistungskataloge können während des Ausfüllens der Verordnung aufgerufen werden. Eine ausgewählte
Leistung wird direkt ins Formular übernommen. Darüber hinaus findet eine Plausibilisierung des Formulars statt, so dass die Zahl unvollständig ausgefüllter Verordnungsvordrucke und Falschverordnungen minimiert wird. Abgelehnte  Genehmigungen gehören damit der Vergangenheit an und das Genehmigungsverfahren ist deutlich kürzer.

Pflegedienste berücksichtigen, Genehmigungen beschleunigen

Der Patient kann gezielt begleitet werden, indem der Arzt einen anhand von  Qualitätsdaten favorisierten Pflegedienst empfiehlt. Zusammen mit der S3C-eVO-Schnittstelle (elektronische Verordnung) ist eine bidirektionale elektronische Genehmigung von Verordnungen möglich. Dadurch werden sie ohne Zeitverlust  genehmigt. Das gesamte Verfahren beschleunigt sich für alle Beteiligten nochmals deutlich.

Anwendung

Ein Arzt verordnet seinem Patienten häusliche Krankenpflege. Die Verordnungen für häusliche Krankenpflege sind stark reglementiert, so dass die Unterstützung durch die S3C-HKP-Schnittstelle für den Arzt beim korrekten Ausfüllen eine große Hilfe ist.
Aufgrund des schlechten Gesundheitszustands des Patienten gibt der Arzt eine Verordnungsdauer von vier Wochen ein und erhält nun vom System den Hinweis, dass dies vom Arzt zu begründen ist. Außerdem verordnet er Blutzuckermessungen, ohne bisher eine entsprechende Diagnose dokumentiert zu haben, und erhält erneut einen Hinweis von seinem System, eine Diagnose ‚Diabetes mellitus’ (E10 – E14) zu  kodieren, um eine korrekte Verordnung zu erhalten. Arzt, Patient und Pflegedienst können sich jetzt auf eine qualitativ hochwertige Verordnung verlassen.

 
 

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  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.