Modulgruppe Arzneimittelmanagement


Arzneimittelmanagement (AM)

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Verordnungen - zwischen Regelwerken und Alternativen

Arzneimittel sind ein wesentlicher Bestandteil bedarfsgerechter Therapien. Idealer  Weise verlaufen Verordnungen von Arzneien effizient, sicher und wirtschaftlich. Häufig werden Entscheidungen zur Wahl der richtigen Arznei durch umfassende Regularien erschwert. Ein IT-Arzneimittelmanagement, das reibungslos funktioniert und auf dem aktuellen Stand ist, erleichtert komplexe Entscheidungen.

Arzneimittelverordnung - vielfältige Beregelungen

Gängige Arztinformationssysteme halten Lösungen für das Arzneimittelmanagement bereit. Die S3C-AM-Schnittstelle unterstützt dieses Management zusätzlich durch Beregelungen im Rahmen der Arzneimittelverordnung. Ärzte können die Vorteile der S3C-AM-Schnittstelle in der gewohnten Systemumgebung nutzen; ihr gewohnter  Arbeitsprozess wird nicht unterbrochen.

Was die S3C-Schnittstelle bereit hält

Die S3C-AM-Schnittstelle bildet unterschiedliche Regelungen und Bereiche der Arzneimittelverordnungen ab. Sie schlägt dem Verordner beispielsweise alternative Arzneimittel vor, wenn Rabattverträge zum ursprünglich ausgewählten Präparat  existieren. Ebenso kann sie auf Alternativen für Me-Too-Präparate verweisen. Weitere Regelungen können Generika, Bio-Similar-Höchstquoten und Leitsubstanzen der Arzneimittelvereinbarungen umfassen. Auf Basis dieser Leitsubstanzen werden dann Hinweise zur Umstellung von Kombinationspräparaten auf z.B. kostengünstigere Monopräparate gegeben.

Wirtschaftliche Vorteile

Über 30 Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2014 für  Arzneimittel aufgewendet. Hier besteht ein hohes Potential an Einsparungen. Die S3C-AM-Schnittstelle macht die Verordnung von Arzneimitteln effizienter, sicherer
und auch wirtschaftlicher - wie das? Weil die Schnittstelle versorgungsvertragliche Regelungen berücksichtigt und dadurch automatisch für Einsparungen sorgt.

Anwendung

Ein Patient ist in einen Selektivvertrag eingeschrieben, für den eine  Arzneimittelsteuerung vertraglich vereinbart wurde. Im Rahmen der  Arzneimittelverordnung durch den Arzt kommen die dabei vereinbarten Regelungen zum Einsatz. Die S3C-AM-Schnittstelle setzt die Regelungen automatisch um, wie am folgenden Beispiel nachvollziehbar wird:
Der Arzt möchte seinem Patienten für eine erste Indikation in seinem Arztinformationssystem ein Kombinationspräparat verordnen, das zwei Wirkstoffe enthält. Das Präparat steht noch unter Patentschutz, die Einzelsubstanzen aber nicht. Eine Verordnung von Monopräparaten ist deutlich kostengünstiger. Die S3C-AM-Schnittstelle markiert das geschützte Kombinationspräparat rot und bietet dem Arzt die zwei Wirkstoffe als Monopräparate an. Diese kann er mit einem Klick auswählen und auf das Rezept übertragen.

Für eine zweite Indikation wählt der Arzt ein Präparat, für dessen Arzneimittelgruppe im Rahmen von Arzneimittelvereinbarungen Leitsubstanzen vorliegen. Auch hier greift die Schnittstelle und hebt das gewählte Präparat rot hervor. Als Alternative werden vereinbarte Leitsubstanzen aufgezeigt, die der Arzt mit einem Klick auf das Rezept überträgt.

 
 

Download

  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.