Modulgruppe Weiterbehandlungsmanagement


Arbeitsunfähigkeitsmanagement (AU)

Bild zu Arbeitsunfähigkeitsmanagement

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen - Aufwand und Konsequenzen

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), auch ‚gelber Schein’ oder Krankschreibung genannt, gehört zu den am häufigsten in Arztpraxen ausgestellten Verordnungen. Wenn hierbei Prozesse verbessert werden, hat das deutlich positive wirtschaftliche Effekte für Praxen und Krankenkassen. Auch Patienten profitieren davon: unterlassen sie es, sich arbeitsunfähig zu melden oder verspäten sie sich mit der Weiterleitung der Formulare, kann das entsprechende Konsequenzen haben, wie eine verzögerte Zahlung des Krankengeldes oder eine Aussetzung. In extremen Fällen ist eine Kündigung die Folge.

Eine Schnittstelle reduziert den Arbeitsaufwand und ....

Die S3C-Arbeitsunfähigkeit-Schnittstelle (S3C-AU) unterstützt Ärzte beim korrekten Ausfüllen der verschiedenen AU-Formulare in ihrem Arztinformationssystem:
Der Aufwand der manuellen Eingabe wird verringert, nützliche Hinweise werden angeboten und es wird geprüft, ob die Eingaben richtig und vollständig sind. Insgesamt erhöht sich dadurch die Qualität der AU-Bescheinigungen und der Arbeitsaufwand in der Praxis nimmt erheblich ab.

Ein weiterer Vorteil: Durch die Verwendung der S3C-AU-Schnittstelle sinkt die  Rücklaufquote unvollständig oder falsch ausgefüllter Formulare.

... verhindert gravierende Folgen

Die Weitergabe der Formulare an Arbeitgeber und Krankenkassen liegt in der  Verantwortung der Patienten und erfolgt derzeit manuell. Die S3C-AU-Schnittstelle kann auch für Patienten erhebliche Erleichterungen bedeuten, wenn sie in den digitalen Austausch eingebunden werden. Eine verzögerte Auszahlung des Krankengeldes oder
sogar Kündigung sind damit ausgeschlossen.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Ist ein Patient arbeitsunfähig, können Bescheinigungs- und Genehmigungsverfahren mit der S3C-AU-Schnittstelle durchgehend elektronisch und damit ohne Medienbrüche abgebildet werden. Der notwendige Zeitaufwand zur Klärung von Unstimmigkeiten sinkt signifikant - bei Ärzten und Krankenkassen. Zusätzlich ist ein elektronischer Datenaustausch zwischen Arzt und Arbeitgeber möglich, so dass Patienten keine  Formulare mehr per Post versenden müssen.

Anwendung

Ein Arzt stellt für seinen Patienten eine AU-Bescheinigung aus. Die dokumentierte Diagnose lässt darauf schließen, dass es sich um einen Arbeitsunfall handeln könnte. Diagnosen, die auf einen Arbeitsunfall verweisen, sind durch die S3C-AU-Schnittstelle hinterlegt.

Da es sich um einen kleineren Unfall handelt, kann der Allgemeinarzt den Patienten behandeln. Er bekommt vom System den Hinweis, dass er in diesem Fall den Patienten nicht länger als einen Tag arbeitsunfähig krankschreiben darf. Eine längere Arbeitsunfähigkeit darf nur ein Durchgangsarzt bescheinigen.

Ohne S3C-AU-Unterstützung würde der Allgemeinarzt bei einer längeren  Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit seine Behandlung von der Krankenkasse nicht bezahlt bekommen, da in diesem Falle die gesetzliche Unfallversicherung der  Kostenträger ist.

 
 

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  • S3C-Schnittstelle auf einen Blick

    Zur effizienten IT-Unterstützung von Selektivverträgen entwickelt die gevko die S3C-Schnittstelle. Damit etabliert sich ein IT-Standard, der es den Software-Herstellern ermöglicht, mit einmalig zu programmierenden Funktionen eine Vielzahl von Versorgungsverträgen in den Softwarelösungen der Leistungserbringer abzubilden.